Superbias Lied – ein Buch, das berührt

Der Klappentext

Die Mutter stirbt bei der Geburt, Vater Benny nimmt Drogen und verdient sein Geld mit Straßenmusik. Bianca wächst im Haus der Oma auf, einer berühmten Operettensängerin der 20er Jahre. Das Mädchen lebt in einer Welt der Phantasie und großen Fragen: Wo ist das Ende des Universums? Wo war ich vor meiner Geburt? Mit zehn Jahren findet Biancas Kindheit ein jähes Ende. Sie schließt sich Vater Benny an, lässt sich mit ihm von Land zu Land, von Stadt zu Stadt treiben. Auf den Plätzen der Provence entfaltet sich ihr Talent als Sängerin. Jahre später macht sie unter dem Namen Superbia eine große Karriere als Musikerin und Künstlerin. Ihre Kreativität scheint so unerschöpflich wie die Energie, mit der sie ihre Ideen in die Tat umsetzt. Wären da nicht diese unerklärlichen Gefühle von Schuld und Angst …

Meine Bewertung:

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten und es erst einige Monate liegen lassen müssen. Es fehlte mir die Zeit, es zu lesen. Doch als ich es dann vor einigen Tagen in die Hand nahm, hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen und ich habe nicht lange gebraucht, um es zu Ende zu lesen. Mit viel Witz und dem Fokus auf das Wesentliche im Leben ist dieser Roman ausgestattet, ohne in eine Schmonzette abzudriften.
Das Schicksal von Superbia berührt, deren Mutter bei der Geburt starb und sich die Verluste von lieben Menschen durch ihr Leben ziehen. Dennoch meistert sie ihr Leben, geht auf in der Musik und in ihrer Familie. Im Mittelpunkt steht die Kunst, von der sie angetrieben wird. Doch immer keimen Schuldgefühle in ihr auf. Die Leser erfahren viel über das Musikerleben, über das Backstage-Geschehen bei Konzerten und den Spagat zwischen Karriere und Familie. Toll erzählt!
Es gibt auch eine CD zu dem Buch, die mir leider abhanden gekommen ist. Ich hoffe, ich finde sie wieder, um sie anzuhören.

Das Buch habe ich vom Autor zur Verfügung gestellt bekommen, wofür ich mich herzlich bedanke. Das hatte aber keinen Einfluss auf meine Rezension.

Meine Bewertung ***** (5 Sterne)

Superbias Lied (Edition Pure)
Gebundene Ausgabe,
336 Seiten
Stories u. Friends Verlag; Auflage: 1 (9. Oktober 2017)
ISBN-13: 978-3942181884
Größe: 12,6 x 3,2 x 19,2 cm
Preis 19,90 Euro 

Zum Autor

(Quelle: Website von Henning Schöttke)

Henning Schöttke
(c) Henning Schöttke

Henning Schöttke ist ein Kieler Comic-Zeichner und Romanautor. Er wurde am 11.11.52 in Hamburg geboren.
Schon als Jugendlicher zeichnete er Comics, wollte ursprünglich aber Musiker werden. Er studierte Mathematik und Musik für Lehramt und zeichnete währenddessen Werbezettel für den Copyshop, in dem er jobbte. Ein Mitarbeiter vermittelte ihn daraufhin als Comiczeichner seiner ersten Serie in der Zeitschrift Segeln.
1981 eröffnete Schöttke zusammen mit seinem Bruder die nach einem walisischen Ort benannte Kieler Szenekneipe Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.
Comicausstellungen in seiner Kneipe brachten ihn in Kontakt mit dem Kieler Semmel Verlag. Er veröffentlichte sein erstes Comicbuch Latona und entwickelte kurz darauf eine Katzenserie: Flohbus erschien in vielen Szenezeitungen. Nach Abdrucken in der taz wurde der Rowohlt Verlag aufmerksam und gab 1986 die Katzencomics als Buch heraus. Flohbus wurde zum Namenspaten für unzählige Katzen und sogar für eine Figur der Lindenstraße.
Schöttke erfand 1989 die Figuren Motte & Lazy, deren Comics regelmäßig in den Lehrbüchern der Nachhilfeorganisation Studienkreis erscheinen. Er illustrierte seither in verschiedenen Verlagen weit über 100 Schulbücher. Bereits 1997, in den Anfangszeiten des Internet, startete er das Satireweb Imho.de, hier erschien 1999 sein Boris Becker Comic „Bin ich Drin?“, eine Satire auf einen AOL-Werbespot. Der Comic entwickelte sich zu einem der ersten großen Junket-Mails. Innerhalb von drei Tagen verbreitete er sich bis in den letzten Winkel Deutschlands.
Seit 2002 ist Henning Schöttke auch als Autor tätig. Er schrieb die Drehbücher für mehrere Kurzfilme, die auf Video-Festivals mit Preisen ausgezeichnet wurden. Zum Jahr der Mathematik veröffentlichte er in einer Anthologie des Stories & Friends Verlages mathematische Kurzgeschichten. Im September 2011 erschien sein Roman „Gulas Menü“. Es folgten die Romane „Acedias Traum“, 2013, „Luxurias Glück“, 2015, „Superbias Lied“, 2017.
Seit 2013 unterrichtet er Kreatives Schreiben.
Seit 2016 ist Henning Schöttke Kulturvermittler des Landes Schleswig-Holstein. Er berät Schulen bei der Planung, Antragstellung und Durchführung von künstlerischen Projekten.

Über Ruth Weitz

Freie Journalistin, Autorin und Texterin
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