Rezension Carla Berling – Mordkapelle

Mordkappelle von Carla Berling.

Das Rezensionsexemplar habe ich von der Verlagsgruppe Randomhouse erhalten. Vielen Dank! Erschienen ist die Originalausgabe bei HEYNE

Zum Inhalt (Klappentext):

Ein malerischer Sommerabend auf dem Land. Als die Lokalreporterin Ira Wittekind zur brennenden Friedhofskapelle in Rehme gerufen wird, findet sie ein schauriges Szenario vor: In der Ruine steht ein Rollstuhl vor dem Altar, der Mann darin ist tot. Es handelt sich um den angesehenen Apotheker Ludwig Hahnwald, allen bekannt als der schöne Ludwig. Ira Wittekind beginnt zu recherchieren. Dabei stößt sie auf ein dichtes Geflecht aus Lügen, Intrigen und verratener Liebe. Und auf ein grauenhaftes Unrecht, das vor vielen Jahren begangen und nie gerächt wurde.

Der Plot:

Der vermeintliche Menschenfreund und wohlhabende Apotheker Ludwig Hahnwald wird auf grausame Art umgebracht. Er wurde an seinen Rollstuhl gefesselt in einer Kapelle nahe Bad Oeynhausen verbrannt. Bei ihren Recherchen stößt die Reporterin Ira Wittekind auf allerhand düstere Verwicklungen und Ungereimtheiten. Hahnwald war offensichtlich nicht der gutmütige Wohltäter, für den man ihn hielt. In seiner Familie zeigen sich menschliche Abgründe, denen Ira Wittekind nachgeht. Nach und nach kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das vierzig Jahre zurückliegt und der Schlüssel zu dem Mord ist. Bei ihren Recherchen begibt sie sich selbst in große Gefahr.

Fazit:

Carla Berling gelingt es, die in ihrem Kriminalroman agierenden Personen bildhaft darzustellen und ihre Besonderheiten und Charaktere herauszuarbeiten. Auf rund 400 Seiten beschreibt sie ausführlich Landschaften, Begegnungen und Eigenheiten. Was allerdings auf der Strecke bleibt, ist der Spannungsfaden, der immer wieder abreißt, weil sich die Autorin zu sehr in Details ergeht. Weniger ist manchmal mehr. Wer die Zeitungsbranche kennt, entdeckt in dem Roman so manche Ungereimtheiten. So wird ein Lokalblatt in Bielefeld einer Redakteurin allein aus wirtschaftlichen Gründen kaum so viel Freiraum ermöglichen, dass sie wochenlang für Recherchen freigestellt wird. Aber das sei verziehen, denn es hebt die Stellung der Protagonistin heraus, die als zentrale Figur die Hauptrolle spielt. Alles in allem eine gut geschriebene Geschichte, zwar etwas irreal und nicht immer schlüssig.

Meine Bewertung: *** (3 Sterne von 5 möglichen)

Carla Berling
Mordkapelle
399 Seiten
Originalausgabe 05/2017
ISBN 978-3-453-41996-4
auch als E-Book erhältlich
erschienen bei Heyne (Verlagsgruppe Randomhouse)

9,99 Euro

Die Autorin

Carla Berling, ihren eigenen Angaben nach unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimreihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem mit ihrer Comedyreihe »Jesses Maria« durch große und kleine Städte. (aus der Beschreibung von Randomhouse)
Ihre Website: www.carla-berling.de

Über Ruth Weitz

Freie Journalistin, Autorin und Texterin

Dieser Beitrag wurde unter Dies und Das, Krimis abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.