Schön erzählt: Die Zitronenschwestern von Valentina Cebeni

Die Zitronenschwestern von Valentina Cebeni

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Roman wurde mir von Randomhouse zur Verfügung gestellt! Vielen Dank! Dies
hatte allerdings keinen Einfluss auf meine Rezension.

Der Klappentext

Elettras früheste Kindheitserinnerung ist der Duft von Anisbrötchen. Ihre Mutter war eine begnadete Bäckerin, deren Köstlichkeiten direkt den Weg zum Herzen der Menschen fanden. Doch seit sie schwer erkrankt ist, steuert die Bäckerei der Familie auf den Bankrott zu. Und Elettra ist ganz auf sich allein gestellt, denn sie erfuhr nie, wer ihr Vater ist. Als sie von einer kleinen Insel im Mittelmeer hört, auf der ihre Mutter die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht haben soll, reist sie kurz entschlossen dorthin. Inmitten von Zitronenhainen stößt sie auf ein verlassenes Kloster, das eine alte Liebe verbirgt – und vielleicht das große Glück.

Zum Inhalt

Zugegeben, es ist eine sehr schön erzählte Geschichte, die durch beeindruckende Sprachbilder beeindruckt. Sätze wie »Das Gefühl, wieder dem Leben ausgeliefert zu sein, bereitete ihr Unbehagen«, ziehen sich wie Gemälde durch das knapp 450 Seiten starke Werk. Es ist die Geschichte einer Vergangenheitsbwältigung und ein »Frauending«. Über Jahrhunderte verwurzelte Traditionen, Mystik, Naturgewalten und Trauer um eine verlorene Liebe sind die Grundlage. Die Protagonistin geht auf Spurensuche und verbringt eine lange Zeit auf der Insel Isola del Titano, wo sie letztlich viel über die Vergangenheit ihrer Mutter erfährt und ihre eigenen Wurzeln findet. Sie wird konfrontiert mit einer leidenschaftlichen Liebe und hat Angst davor, das gleiche Schicksal wie ihre Mutter zu erleben. Es sind tragische Verwicklungen, die sich in einem alten Kloster und auf der Insel abspielen, in die Vergangenheit hineinreichen und die Gegenwart beeinflussen. Eingestreut in die Handlung sind viele Backrezepte, die auch in der Geschichte eine Rolle spielen.

 Mein Fazit

Als Freundin von verzwickten und humorigen Kriminalgeschichten fiel es mir schwer, diesen Roman bis zum Ende zu lesen. Romantische, geheimnisumwobene Liebesgeschichten voller Mystik, wecken bei mir wenig Begeisterung, selbst wenn sie einem gehobenen literarischen Anspruch gerecht werden. Die agierenden Personen sind zwar vor dem geistigen Auge präsent, aber ihre Handlungsweise ist, von mir diplomatisch ausgedrückt: »nicht von dieser Welt«. Es fehlt auch der Spannungsfaden, der die Leser mitzieht und die Neugierde anfeuert. Kurz gesagt: Der Roman ist nichts für mich, anderen mag er gefallen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Meine Bewertung: *** 3 Sterne

Erschienen: 13.03.2017
ISBN: 978-3-328-10040-9
447 Seiten
Taschenbuch, Klappenbroschur

Preis € 10,00
Penguin-Verlag

Die Autorin

Valentina Cebeni
(Randomhouse)

Valentina Cebeni wurde 1985 in Rom geboren, doch sie trägt das türkisblaue Meer, das dieKüste Sardiniens umspielt, im Herzen. Bereits seit ihrer Kindheit hat sie zwei große Leidenschaften: für mitreißende Geschichten und für das Kochen und Backen. Sie liebt es, über die Rezepte ihrer Familie die gemeinsame Vergangenheit wiederzuentdecken. „Die Zitronenschwestern“ ist ihr Debüt in deutscher Sprache.
(Quelle: Randomhouse)

 

 

 

Über Ruth Weitz

Freie Journalistin, Autorin und Texterin
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