Was im Dunkeln bleibt – ein spannender Neapel-Krimi von Petra Krohn

Petra Krohn ist ein Geheimtipp für alle, die Krimis von Donna Leon mögen und nicht unbedingt Wert darauf legen, dass die Handlung auf Venedig fixiert ist. Petra Krohn hat sich nämlich Neapel und das Umfeld als Schauplätze für Mord und Totschlag ausgesucht. Allerdings gibt es ihre wirklich spannenden und ausgezeichnet konstruierten Mordfälle nicht in gedruckter Form, sondern nur als Kindle E-Book. Als ich mich dazu durchgerungen hatte, einen Kindle-Reader zu kaufen, habe ich zunächst einmal nur die Kindle-Editionen heruntergeladen, die es auch als Bücher gibt. Darunter meine Favoriten: Krimiautoren aus dem Norden Europas. Allerdings ist meine zuweilen bessere Hälfte und Ehegatte ein begeisterter Leser von Donna-Leon- und Andrea-Camillare-Krimis, weshalb ich auch schon ein wenig Leidenschaft für die italienischen Commissario Brunetti und Montalbano entwickelt habe.

Nachdem ich mittlerweile mit Indipendent Autoren experimentiert habe und mir einige Kindle-Editionen von Selbstvermarktern las,  habe ich erkannt, dass viele der (noch) unbekannten Krimiautoren es durchaus mit den bekannten Namen aufnehmen können. So auch Petra Krohn. Als erstes ihrer Werke habe ich mir „Was im Dunkeln bleibt“ ausgesucht. Commissario Gennaro Gentilini hat einen Wesenszug, der dem von Mankells Kurt Wallander etwas ähnelt. Ihm hat Petra Krohn die taffe deutsche Journalistin Sonja Zorn als Dame des Herzens an die Seite gepappt. Bei dem Mord an einer schönen Afrikanerin in Pompeij nimmt sie bei den Ermittlungen eine zentrale Rolle ein und trägt maßgeblich zur Aufklärung des Falles bei. Die Auflösung überrascht, denn erst ganz zum Schluss des Romans wird der Leser auf den Täter hingeführt. Ein Happy End im üblichen Sinne gibt es nicht, denn der Täter ist gleichzeitig auch Opfer. Sehr gut an Petra Krohns Krimi gefallen mir die sozialkritischen Elemente, die sie behutsam, aber dennoch klar in die Handlung einbaut. Dem Roman habe ich bei Amazon 5 Sterne gegeben. Der nächste Krimi von Petra Krohn zum Herunterladen auf den Kindle-Reader steht schon auf meiner Agenda.


Übrigens war ich ein scharfer Kritiker von E-Books, musste aber meine Meinung revidieren. Der Kindle-Reader ist ausgesprochen praktisch, wenn ich unterwegs bin. Er ist handlich und passt in jede normal große Handtasche. Wenn ich in Urlaub fahre, muss ich keinen extra Koffer für die Bücher mitschleppen, sondern nur meinen Kindle-Reader, auf dem ich so viele Bücher speichern kann, dass kein Urlaub lange genug ist, um sie alle zu lesen!



Über Ruth Weitz

Freie Journalistin, Autorin und Texterin
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